Zitat von vommieWeil die die rolle des brutalen Stechers haben sind das ja sicher auch im Privatleben fiese gemeine Frauenschläger.
Zumindest mir ging es nicht um rohe Gewalt, sondern subtile Gewalt.
Ich würde sie sogar als normale Gewalt bezeichnen, das Spiel zwischen Mann und Frau, wo der Mann nun mal gerne die Oberhand behalten will.
Du schreibst selbst, "Wenn man geil ist dann will man wen knallen ". Das "knallen" ist zwar nur so ein Ausdruck, den man nicht überbewerten soll, aber doch drückt er aus, was meist beim Sex zwischen Mann und Frau abgeht (abgesehen von Routine Sex in einer eingeschlafenen Beziehung).
Viele Bezeichnungen gehen auf dieses Machtspiel zurück (ich bumse dich, bis dir die Augen ausfallen etc.), viele stehen darauf, der Frau ins Gesicht zu ejakulieren (ich nehme mich da gar nicht aus). In Pornos ist es sogar Standard, dass die Frau die Soße ins Gesicht bekommt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frau wirklich darauf steht und mir kann keiner erzählen, dass der Grund für diese Vorliebe der Männer nicht ist, weil man damit den "Sieg" über die Frau dokumentiert, wenn ich das mal so leicht verdreht ausdrücken darf.
Ich will auf keinen Fall den Moralapostel spielen, ich gucke selber Pornos, ich stehe dazu, aber ich rede mir nicht ein, das es da irgendwie um Kunst geht.
Es geht, wie auf dem Strich, einfach nur darum, dass eine theoretisch beliebige, wildfremde Frau, das andere Geschlecht, für Geld alles tut, damit der Mann seinem Sextrieb nachkommen kann.
Ich, der Mann, kann sie kaufen, egal, wie fett, ekelig oder sonst was ich sein mag! Sie wird es dennoch machen, weil ich, der Mann, es erreichen kann!
Das ist keine Kunst, das ist Unterdrückung, so leid es mir tut!
Zitat von BrummelchenWurstwasser - und was steckte - grob geschildert - dahinter?
Kann und will ich nicht schreiben, zu privat.
Aber ich habe neulich zufällig ein Radiointerview mit einer Ärztin gehört, bei dem es eigentlich um anderes ging.
Zufällig kam das Thema Porno aber auch vor und sie sagte etwas, was auch meine Meinung widerspiegelt.
Sie meinte, sinngemäß, dass z.B in bildungsferneren Schichten, wo die Frau nicht unbedingt in der Lage ist, sich intellektuell zu behaupten, es ihr immer noch zumindest Möglich ist, sich über ihren Körper zu definieren.
Und das kann dann, natürlich in der Minderheit aller Fälle, dazu führen, dass eine Frau beim Porno oder auf dem Strich landet und sich so Anerkennung zu erheischen versucht.
Ich hab auch noch nie von einer Pornodarstellerin oder Prostituierten mit akademischen Titel gehört (vielleicht abgesehen von Frauen, die wirklich in die nymphomanische Richtung gehen, so es das tatsächlich gibt und nicht nur ein Mythos der Männer ist. Aber das kann man dann wohl schon pathologisch nennen).
Zitat von BrummelchenUm sich ablichten zu lassen beim Sex oder Sexspielen musss man ja ne Spur exhibistionistisch
Ich halte das für eine Ausrede, ich denke, da steckt auch der Wunsch nach Aufmerksamkeit und Anerkennung dahinter.
Man sieht das doch auch an den Nachmittags-Talkshows hier und in Amerika.
Es handelt sich immer, zumindest wenn ich da mal rein zappe, um gescheiterte Existenzen, die dort ihr innerstes Preis geben (entweder Verbal oder, in Amerika, auch Körperlich).
Das Fernsehen schlachtet das aus, es ist für jeden offensichtlich, dass dabei niemand gut weg kommt, trotzdem finden die Sender immer wieder Leute, die sich "freiwillig" zu "Opfern" machen.
Es ist nicht schön, aber es ist irgendwo Menschlich, sowohl von den Protagonisten als auch von den Zuschauern.
Aber Kunst ist es nicht!